16.05. 2012

Mund|Art|Berlin – Essen mit Freunden

Es gibt Wünsche, die wollte ich schon immer erfüllen. Sehr vieles konnte ich zum Glück schon machen – Wünsche sind ja zum Erfüllen da. Derzeit arbeite ich an einem großen Traum, den ich immer hatte: ein Buch schreiben. Und dann gibt es Träume, die waren schon immer da, wurden auf später verschoben und dann ist es plötzlich soweit. Weil drei Freundinnen unbedingt zusammen arbeiten möchten, auf einer Wellenlänge liegen und vor allem eins wollen: gemeinsam was Tolles auf die Beine stellen. Und das tun wir jetzt mit Mund|Art|Berlin. Da veranstalten wir Dinnerevents (ich wollte schon immer was mit Gastro machen) in Überraschungslocations für einen kleinen und ausgesuchten Kreis von Gästen. Aber hier im Detail zu Mund|Art|Berlin:

Was: Exklusive Dinnerabende in ausgesuchten Locations mit köstlichen Speisen und Getränken

Wo: Berlin

Wie: Mit viel Erfahrung, Herz und Freude und natürlich guten Lebensmitteln von möglichst regionalen Erzeugern

Wer: Nicole von Vegan sein, Felicia Meyer-Jendro von Berlin ick vegane dir und ich sind Vegan Partners in Crime, Geschäftspartnerinnen und Freundinnen

Warum: Wir alle drei lieben gutes Essen – mal einfache, mal ausgefallene Gerichte, die immer eines gemeinsam haben: sie sind rein pflanzlich. Und wir sitzen am liebsten mit vielen Menschen gemeinsam am Tisch. Das wollen wir auch für unsere Gäste.

Unser erster Termin am 8. Juni ist schon ausgebucht, die zweite Veranstaltung findet am 20. Juni statt. Das Menü, Termine und Anmeldung sind auf der Webseite zu finden. Auf Facebook sind wir natürlich auch.

 

 

 

 

30.04. 2012

Lebenszeichen

Ja, ich lebe noch. Kann man hier und hier nachprüfen. Und hier.

Es mangelt auch nicht an Stoff für neue Artikel und ich vermisse das Schreiben sehr – die Chancen stehen also hervorragend, dass ich ganz bald wieder zurück bin. Das sind doch spitzenmässige Nachrichten, oder? Bis dahin zitiere ich einen Satz, der mir mal geschrieben wurde: Veggie Love Is The Only Love. <3

 

28.03. 2012

Artgerecht ist nur die Freiheit

Als ich angefangen habe, öffentlich über Veganismus zu sprechen und zu schreiben, ging es mit voller Absicht immer nur um die “Sonnenseiten” des veganen Lebens: Gastronomie, Mode und Kosmetik und alles, was sonst noch schön ist und Spaß macht. Ich will zeigen, dass veganes Leben einfach ist und dass der Verzicht, den viele fürchten, nicht eintritt. Weder auf dem Teller, noch im Kleiderschrank oder Badezimmer. Denn es gibt genug umweltfreundliche und ethisch korrekte Produkte und neben Obst & Gemüse andere leckere vegane Lebensmittel. Schlimme Bilder von leidenden Tieren gab es bei mir noch nie zu sehen und auch nie Links zu schrecklichen Videos. Das heisst aber nicht, dass ich diese Bilder oder Videos nicht kenne oder anschauen würde. Und selbstverständlich sind diese Bilder und Videos, die die Zustände von (Intensiv)Tierhaltung zeigen, auch Gründe für meine vegane Lebensweise. Kein Lebewesen soll für mich leiden – diesen Satz habe ich schon unzählige Male gesagt und geschrieben. Darüber hinaus will ich auch nicht die Umwelt schädigen und nicht zuletzt gibt es zahlreiche gesundheitliche Gründe, die für Veganismus sprechen.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich bei einem Vortrag gesagt, ich sei eine Positiv-Bloggerin, die ohne erhobenen Zeigefinger schreibt und lieber mit gutem Beispiel voran geht als andere zu belehren. So wird es hier auch immer bleiben. Seit meinem ersten Tag als Veganerin vor über vier Jahren wusste ich auch immer, dass der Moment kommen wird, an dem ich auch mal krasser sein und den ethischen Gründen und Tierrechten mehr Ausdruck verleihen will. Und dieser Moment war am Dienstag und zum ersten Mal seit langem hatte ich wieder das Gefühl, dass es wirklich rein um die vegane Sache geht (und nicht um Befindlichkeiten, Egos oder einzelne Personen). Kühe werden nicht durch ein Wunder ständig schwanger und müssen so auch nicht von Natur aus ständig Milch geben. Die Milch ist eigentlich für das Kälbchen gedacht, das nach der Geburt von der Mutter getrennt wird, damit sie wieder als Milchkuh dienen kann. Kalbfleisch ist nichts anderes als Fleisch von Tierbabies. Männliche Küken werden geschreddert oder lebend auf den Müll geworfen, da sie keinen Wert für die Eierindustrie haben. Schön? Nein. Harte Realität? Leider ja. Deshalb bin ich dem Aufruf von PETA Deutschland gefolgt, vor dem Brandenburger Tor eine Mahnwache für die Opfer der Tierhaltung abzuhalten. Denn Tiere sind keine Lebensmittel und wie auch wir Menschen möchten Tiere am liebsten in Freiheit leben. Auch zwei Tage danach bin ich immer noch tief berührt – Trauer und Beklemmung haben wohl die meisten von uns verspürt und viele Tränen sind geflossen.

Hier der Text, der während der Mahnwache zu hören war:

“Dies sind die Körper derer, die Opfer unserer Tierausbeutungsindustrie wurden, derer die nie eine Chance hatten und deren Lebenswillen in unserer Gesellschaft kein Gehör findet. Diese Tiere wurden geboren, nur um getötet und dann verspeist und vergessen zu werden. Gestorben für ein Stück Fleisch, für ein Frühstücksei, für ein Fisch-Filet, für ein Glas Milch. PETA Deutschland möchte das milliardenfache Leid heute nach Berlin hineintragen und hier vor dem Brandenburger Tor eine Mahnwache für die Opfer unseres unreflektierten Appetits halten. Indem wir diese toten Körper aus der Intensivtierhaltung hier heute aufbahren, geben wir den Milliarden Opfern ein Gesicht. So unterschiedlich wir auch sind, uns alle, Mensch wie Tier, eint der Wille zu leben und die Fähigkeit Angst, Leid und Schmerz zu empfinden. Drei Milliarden Tierleben werden jedes Jahr in Deutschland für unsere Ernährung ausgelöscht. Das muss nicht sein. Helfen Sie, dieses Grauen zu beenden und ernähren Sie sich rein pflanzlich und damit vegan. PETA Deutschland möchte Sie dazu ermutigen, eine mitfühlende Entscheidung zu treffen und sich vegan zu ernähren. Fleisch, Milch, Eier und andere tierische Produkte basieren auf dem millionenfachen Leid und Tod sensibler Lebewesen. Mit jeder Mahlzeit treffen Sie eine Entscheidung für oder gegen das Leben. Vegan zu leben, bedeutet gelebter Respekt vor dem Lebenswillen der Tiere, ist nachweislich äußerst gesund und schont außerdem die kostbaren Ressourcen unseres Planeten. Ihre Entscheidung Fleisch zu essen hat die fortlaufenden Abholzung des Regenwaldes zur Folge. Der Verzehr von Fleisch, Eiern und Milchprodukten steht nachweißlich im engen Zusammenhang mit den sogenannten Zivilisationskrankheiten Herzinfarkt, Krebs und Diabetes. Tiere sind Lebewesen, keine Lebensmittel. Diese Hühner haben nie eine grüne Wiese gesehen, diese Fische erstickten elendig in riesigen Netzen, dieses Kalb wurde seiner Mutter entrissen, diese Puten brachen unter ihrem eigenen Mastgewicht zusammen. Kühe werden zwangsgeschwängert, damit sie Milch produzieren. Sobald sie Ihre Kälber bekommen, werden Mutter und Kind einander entrissen, damit die Milch für den menschlichen Verzehr zweckentfremdet werden kann. Männliche Küken gelten als unliebsames Nebenprodukt der Eierindustrie und werden sofort getötet, wenn sie meist gerade mal einen Tag alt sind. Auch “Biofleisch” ist das Fleisch getöteter Tiere, auch diese Tiere werden nicht “totgestreichelt”. Bitte, informieren Sie sich auf www.peta.de über das Grauen der Tierausbeutung und treffen Sie eine mitfühlende Entscheidung. Die Verantwortung liegt in unser aller Händen. Bedenken Sie: “Artgerecht” ist nur die Freiheit. Setzen Sie sich für die Schwächsten unserer Gesellschaft ein, für die Tiere. Wir von PETA Deutschland danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.”

Ab dem nächsten Blogbeitrag wieder Sonnenschein und schöne Dinge – für heute einen Moment für Tierrechte und die Hintergründe, die für eine vegane Lebensweise sprechen. Vielen Dank an PETA für die Organisation – ich bin sehr froh, dass ich bei dieser Aktion dabei war!