10.04. 2014

T.O.F.U. – The Vegan Fashion Lifestyle Magazine

Meine Liebe zu gedruckten Magazinen ist kein Geheimnis und für die Ewigkeit. Sonntage mit kiloweise Zeitungen und Zeitschriften sind wunderbar, entspannend und inspirierend. Vegane und schöne Magazine wie Laika oder Chickpea sind bisher selten, soeben tauchte aber ein neuer Star am Zeitschriftenhimmel auf: T.O.F.U. – The Organic Fashion Utopia. Damit das Heft nun in Produktion gehen und bald in vielen Geschäften gekauft werden kann, braucht es noch ein wenig Unterstützung. Ich habe der Schweizerin Manuela Marini, der Frau hinter dem Magazin, ein paar Fragen gestellt:

  • Ich habe gerade T.O.F.U. entdeckt und war sofort schockverliebt. Nun möchte ich natürlich wissen, wer hinter dieser gedruckten Schönheit steckt. Wer bist Du und was machst Du?

Manuela: Oh, das freut mich so sehr ,dass du T.O.F.U. magst und sogar liebst. Dann haben wir ja schon mal eine Gemeinsamkeit ☺.Wer ich bin? Sagen wir mal so: ich habe einen Namen und der ist Manuela Marini. Zudem beschreibe ich mich gerne als jemanden, der in den veganen Lebensstil verliebt ist, an Einhörner und Engelfeen glaubt und diese Welt zu einem schöneren, frischeren, gesünderen und liebenswerteren Ort machen will.

  • Eine vegane Zeitschrift, die toll aussieht – ein Traum. Was hat Dich zu T.O.F.U. inspiriert?

Manuela: Grundsätzlich hat das Ganze angefangen, weil ich ein Abschlussprojekt für mein Bachelor in Fashion & Branding an der AMFI (Amsterdam Fashion Institute) brauchte. Ich wollte etwas machen, was für mich und die Welt Sinn macht.

Da ich selbst seit zwei Jahren vegan lebe und Mode studiere, habe ich eins und eins zusammen gezählt und gemerkt, dass es so was wie T.O.F.U. als veganes Fashion-Lifestyle-Magazin noch nicht gibt und es höchste Zeit ist, daran was zu ändern. Für T.O.F.U. war ich somit meine eigene Inspiration. So odd das jetzt auch klingen mag☺. Plus natürlich meine Zielgruppe, „die veganen Fashionistas“, die Tag für Tag wächst!

  • Ein ganzes Magazin zu schreiben, gestalten und zu bebildern ist eine große Aufgabe. Hattest Du Hilfe und wer ist Dein Team?

Manuela: Ja, das war eine Riesenarbeit, aber auch genauso ein riesiger Spaß! Ich habe, wie schon erwähnt, alles selbst als mein Abschlussprojekt kreiert und habe mich somit in einer kurzen Zeit von einem Fashion Student zu einem Editor in Chief, Art Director und Magazin Manager entwickelt .

Gedrucktes mit Mode war schon immer meine Leidenschaft und ich habe auch schon Praktikas in die Richtung gemacht, deshalb fiel es mir nicht schwer. Natürlich habe ich aber mit einigen Leuten zusammen gearbeitet. Ich habe mir tolle (vegane) Menschen ausgesucht, die für mich einen Artikel geschrieben, Horoskope gezaubert, Shootings photographiert und mit Früchten posiert haben. Mehr zu diesen lieben Seelen findet man auch auf der Webseite.

  • Was finden Deine Leser in der ersten Ausgabe des Magazins?

Manuela: Meine lieben Leser können sich durch drei Hauptkapitel glücklich schauen und lesen : „The garden in which we live“ (Natur), „Delicious Veganista“ (Food), „Animaluv“ (Animal Care), welche alle in großer Verbindung mit Mode stehen.

Ich habe vegane fruchtige Kosmetikartikel zum Selbermachen im Angebot, man kann seine sieben Chakras mit Säften heilen, dann dazu noch tolle Mode angucken, oder aber man lernt lehrreiche Infos über vegane Textilien, neue vegane Designer oder Models.

Zum Abschluss gibt es für jeden noch eine Nachricht von den tierliebenden Sternen und ein Frühstück in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Es ist ein aufregendes, buntes, informatives, frisches, inspirierendes Magazin, das zeigt, wie toll das vegane Leben sein kann und wie wunderbar man damit aussehen kann – von innen wie auch von außen.

  • Dein Lieblingskleidungsstück, Dein Lieblingsgericht und Dein Lieblingskosmetikprodukt?

Manuela: Oh, schwierige Frage, da ich jemand bin der in Phasen lebt und die ändern sich dann immer ganz schnell …☺

Also momentan: Mein Lieblingskleidungsstück – ein schwarzer langer Rock aus Jerrsey, der eigentlich ein Schlauchkleid ist, ich habe es jedoch nur immer als langen Rock getragen. Den habe ich vor circa vier Jahren mal an einem Kleidertausch mit Freundinnen beschlagnahmt und ihn aber nie so sehr beachtet. Bis jetzt. Nun trage ich ihn sehr gerne zu dem schönen Frühlingswetter. Er ist bequem, vegan, sustainable und multifunktional und da er schwarz ist, super kombinierbar.

Mein Lieblingsessen: Hier muss ich leider zwei nennen – ich liebe Frühstück, ich könnte den ganzen Tag Frühstück essen!! Deshalb ist mein erster All Time Favorite der Pink Nana Pudding: Bananen mit gefrorenen Himbeeren in einem Blender vereint = himmlisch sanft im Mund!!

Mein zweiter All Time Favorite sind Salat Wraps: grosse Eisbergsalatblätter gefüllt mit Peperoni, Gurken, Süsskartoffeln und Avocado. Sooooo gut. ECHT!!

Mein Lieblingskosmetikprodukt ist die BB Cream von Yves Rocher. Die ist vegan, spendet Feuchtigkeit, schützt vor UV Strahlen und ist leicht getönt – also deckt sie unperfekte Dinge ab, die eigentlich aber sehr perfekt sind … jedenfalls liebe ich BB Cremes.

  • Alles ist möglich – was wünscht Du Dir für T.O.F.U. und Deine Zukunft?

Manuela: Dreams Dreams Dreams….come true!! Ja, absolut Wahnsinn wäre, wenn ich in dieser kurzen Woche noch die fehlenden 7.000 Euro kriegen würde, damit T.O.F.U. als printed Magazin erscheint. ☺ Und sonst, dass es nach dem womöglichen Online Launch in irgendeiner Form und Weise mit T.O.F.U. weitergeht, was aber noch in den Sternen steht.

  • Ich bin ein Zeitschriftenjunkie. Abgesehen von Deinem eigenen Magazin, welche Zeitschriften liest Du für Deine eigene Inspiration?

Manuela: I am Magazine Junkie as well! Oh, ich mag vieles Verschiedenes, wie Indie Magazine zum Beispiel: Vestoi, Novembre, Ponystep, POP, Lula, Indie, Vrag, Apartamento, Toilet Paper, Tank. Aber auch Magazine wie Vogue von UK to Japan, Glamour und Instyle. Sobald es gedruckt, bunt und Text mit Bild verbunden ist, schlägt mein Herz ein wenig schneller ☺

Liebe Manuela, danke für das Interview und jetzt seid ihr dran: Liebt ihr gedruckte Magazine ebenso wie Manuela und ich? Dann hier das Projekt unterstützen und schon bald T.O.F.U. in den Händen halten.

Bilder: Manuela Marini / T.O.F.U.

08.04. 2014

Veganismus ist gut und sieht gut aus

Vergangene Woche erschien auf Goodz eine Liste mit den zehn besten/schönsten/tollsten veganen und vegetarischen Blogs – mit dabei auch Veggie Love (vielen Dank, Julia!). Wie Julia so schön bemerkte: es gibt nur wenige Postings auf dem Blog – zumindest in den letzten Monaten. Dabei ist eigentlich sehr viel passiert: erst Fashion Week in Berlin, danach Biofach in Nürnberg. Ich war auf einem Foodblogger Camp in Reutlingen und in München, um einen Vortrag über grüne Smoothies zu halten. Kurzum: eigentlich ist viel los, nur hier auf dem Blog nicht. Dafür im Hintergrund, da läuft nämlich mein Projekt “Schöner Bloggen”. Allzu viel will ich dazu auch noch gar nicht sagen, nur soviel: im Sommer wird hier alles neu, anders und noch schöner.

Apropos schön: eine schöne Überraschung habe ich vor ein paar Wochen erlebt als ich mein Zitat in der Brigitte entdeckte: Veganismus ist gut und sieht gut aus. Das steht von Beginn an auf meinem Blog, ich habe es unzählige Male in Vorträgen und Interviews gesagt und nun steht es in einer Modezeitschrift. Finde ich gut.

Und wenn wir schon bei gutem Aussehen sind: Daniela von Once Upon A Cream hat eine Liste zum Runterladen zusammen gestellt, in der Unternehmen ohne Tierversuche zu finden sind. Macht das schöne Leben einfacher.

Sehr lange war ich glühender Fan der Nagellackmarke butter London und einer der Lacke auf meinen Nägeln diente sogar einer meiner Kundinnen als Farbinspiration für ihren Online Shop. Nachdem ich eine eher absurde Korrespondenz mit der PR-Agentur hatte, nahm meine Begeisterung schlagartig ab. Nun erschien vor einiger Zeit in der Zeitschrift Ökotest ein Bericht über Nagellacke und siehe da: die Lacke von butter London werden als “nicht verkehrsfähig” mit der Note “ungenügend” bewertet. Der Grund: eine (geringe) Menge Phenol, dessen Einsatz in Kosmetik verboten ist. Dieser Stoff kann Nerven zerstören und das Erbgut schädigen. Das möchte man nicht und Nagellack sollte bitte so ungiftig wie möglich sein. Mit der Note “gut” schneiden übrigens die Lacke von benecos und Sante ab – vegan und tierversuchsfrei sind sie darüber hinaus auch noch.

 

28.02. 2014

#Glutenfrei: I want to have my cake and eat it too

Ich liebe Kuchen und für einen guten Apfelkuchen lasse ich jede Torte stehen. Über die Weihnachtsfeiertage waren meine Mutter und ich besonders abenteuerlustig – schon vor den Ferien erzählte sie mir von einem Apfelkuchenrezept, das sie entdeckt und gebacken hatte – das Ergebnis: der beste Apfelkuchen aller Zeiten.

Dieser Florentische Apfelkuchen schmeckt ein wenig wie Bienenstich, aber eben mit Äpfeln und noch viel köstlicher ist er am nächsten Tag, wenn man ihn kalt aus dem Kühlschrank isst. Wir haben nicht nur alle tierlichen Zutaten weggelassen und ersetzt, wir haben auch den Mürbeteig glutenfrei gemacht. Das gelingt sehr gut mit dieser Mehlmischung. Wie man sieht: es ist ganz einfach, ein beliebiges Rezept an die eigenen Ernährungsbedürfnisse anzupassen.

Das Originalrezept sowie die Zubereitungsbeschreibung für den Apfelkuchen ist hier zu finden, die Biskuitbrösel haben wir übrigens auch weggelassen – schmeckte auch ohne umwerfend.

#glutenfrei – was soll ich außer Kuchen essen?
Ich mag Kochbücher und Blogs, in denen es um Gerichte mit frischen Zutaten und Lebensmitteln geht.

Hier sind meine Empfehlungen:

Kochbücher:

“Vegane Superfoods” und “Meine vegane Küche” von Surdham Göb – diese Bücher kann ich gar nicht oft genug erwähnen. Tolle Rezepte, in denen Gemüse die Hauptrolle spielt.

“It’s all good” von Gwyneth Paltrow – gekauft habe ich es aus Neugier und wurde positiv überrascht. Schöne Bilder und eine hohe Anzahl an veganen sowie glutenfreien Gerichten.

“The Green Kitchen” – das vegetarische Kochbuch zum Blog Green Kitchen Stories, in dem sehr viele glutenfreie Rezepte zu finden sind.

Blogs:

A House in the Hills – die Fotografin und Bloggerin Sarah Yates leidet an Morbus Crohn und ernährt sich deshalb überwiegend makrobiotisch, vegan und glutenfrei. Ihre Rezepte und Bilder sind himmlisch.

Love & Lemons: Ein entzückendes Food Blog von Jeanine aus Texas, hier gibt es eine Filterfunktion für die Rezepte, so dass man die glutenfreien auf einen Blick findet.

Oh she glows: Das Über-Blog für vegane Ernährung – alles frisch, alles vegan und sehr viele Rezepte ohne Gluten und Soja.

Oh, Sophia: Die Berliner Köchin und Bloggerin Sophia Hoffmann experimentiert gerne mit neuen Zutaten, so findet man auf ihrer Seite zahlreiche glutenfreie und ausgefallene Gerichte.

Das Instagram-Account von Caroline inspiriert mich jeden Tag und gerne würde ich bei ihr Vollpension buchen. Alle Gerichte aus ihrer healthy green kitchen sehen absolut lecker aus.

Trudels glutenfreies Kochbuch: Trudel Marquardt hat fast 1.000 glutenfreie Rezepte gesammelt und darüber hinaus ein Backbuch geschrieben, das man auf ihrer Seite runterladen kann.

Rezepte:

Frühstück, Mittag- und Abendessen, Nachtisch und Getränke: auf Pinterest habe ich über hundert glutenfreie Rezepte für alle Gelegenheiten gesammelt – guten Appetit!

Das ist der letzte Artikel der dreiteiligen Serie zum Thema #glutenfrei: Erster Teil – Wie Kleber-Eiweiß zum Trendthema wurde und zweiter Teil – Zuhause und unterwegs.

Dieser Artikel ist mit der Unterstützung von Dr. Schär entstanden.