Einblick in die Welt der Mode: The true cost

The True Cost I Veggie Love

Dreimal habe ich „The true cost“ inzwischen gesehen und war auch wirklich jedes Mal danach sehr aufgewühlt. Ein Film wie dieser hat gefehlt, er macht sprachlos, traurig und wütend zugleich – ein Blick hinter die Kulissen der Modeindustrie, dessen Bilder einen so schnell nicht mehr los lassen. Nun hat glore zusammen mit dem Filmverleih Grandfilm sowie der Christlichen Initiative Romero die Rechte für den deutschsprachigen Raum gekauft und seit Ende Januar wird er bei uns in den Kinos gezeigt.

The True Cost - Einblick in die Modewelt I Veggie Love

Die Macher

Produziert wurde „The true cost“ von Filmemacher und Regisseur Andrew Morgan, der Journalistin Lucy Siegle sowie Livia Firth, die vor Jahren an der Seite ihres Mannes Colin Firth mit der „Green Carpet Challenge“ Nachhaltigkeit auf den roten Teppich brachte. Morgan hatte sich bis zu diesem Film nie mit Mode und deren Herstellung beschäftigt. Nun sagt er selbst, dass sich seine Sichtweise für immer verändert hat. Siegle schreibt seit langer Zeit über die Hintergründe der Modeindustrie und stellt die alles entscheidende Frage: Warum ist diese enorme Industrie, die so viel Gewinn erwirtschaftet, unfähig, ihre Arbeiter ordnungsgemäß zu entlohnen und für ihre Sicherheit zu sorgen?“ Firth leitet das Beratungsunternehmen Eco-Age und ist in der Dokumentation unter anderem bei einer Podiumsdiskussion zu sehen, in der sie eine Nachhaltigkeitsbeauftragte von H&M nicht mit ihren PR-Antworten davon kommen lässt.

Der Preis der Mode

Zu Wort kommen in der Dokumentation aber nicht nur die Produzenten des Films. Eine Landwirtin für Bio-Baumwolle, eine Umweltaktivistin, ein Konsumpsychologe und auch ein Investmentbanker bringen ihre verschiedenen Sichtweisen ein. Besonders eindrücklich wird es immer, wenn die Textilarbeiter selbst sprechen und man sieht, wie deren Leben und Arbeit aussehen. Marken wie People Tree, Patagonia und die Designerin Stella McCartney sind die Positivbeispiele des Films. Sie erläutern, dass und wie sie anders wirtschaften und damit ein Gegensatz zu den Unternehmen sind, die über die Maximierung von Gewinn hinaus, alles und alle anderen zu vergessen scheinen. Genau diese Kosten für Umwelt, Menschen und Gesundheit zeigt der Film sehr deutlich. Leichte Kost ist er nicht, dennoch eine unbedingte Empfehlung und vorsichtshalber Taschentücher bereit halten, denn der Blick auf die Realität der Textilarbeiter macht mehr als betroffen.

Fakten aus „The true cost“

Jeder sechste Mensch arbeitet heute in der Modeindustrie. Damit ist sie die Industrie, die weltweit die meisten Menschen beschäftigt.

Neben der Öl-Industrie ist die Modeindustrie für die meisten Umweltverschmutzungen verantwortlich.

Weltweit gibt es 40 Millionen Näherinnen und Näher. 85 Prozent davon sind Frauen.

Kinotermine

Die aktuellen Daten und Städte sind hier zu finden. Auf einer großen Leinwand ist der Film sehr eindrucksvoll, wer dennoch den eigenen Bildschirm bevorzugt: er kann auch online angeschaut werden (derzeit läuft er unter anderem auf Netflix).

Bilder: Nora Dal Cero für Veggie Love

 

Kategorie Fashion
Autor

Ich bin Franziska und liebe schöne Dinge. Dazu gehören für mich unbedingt Mode sowie Kosmetik und auch gutes Essen in coolen Restaurants. Aber schön soll es nicht nur für mich sein, sondern auch für andere. Nämlich die Umwelt, Tiere und Menschen. Deshalb: vegan, eco und fair.

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