Veggie on the Road

Im November 2010 war ich zum Vegan Day in Paris – eines der Highlights meines vergangenen Jahres. Rund um die eigentliche Veranstaltung gab es zwei Abendveranstaltungen und jede Menge Gelegenheit, Menschen kennenzulernen und Gespräche zu führen. Die meisten Gespräche fingen mit diesen beiden Fragen an: Woher kommst Du und bist Du Veganerin? Meine Antwort war stets die Gleiche, aber ich habe einige Male folgende Antwort auf die Veggie-Frage gehört: Ich lebe nur zu 99% vegan. Meine Rückfrage war dann immer: Warum nicht 100%? Die Antwort: Ich koche & kaufe vegan ein, aber manchmal gibt es „Situations“. Situationen? Ja, zum Beispiel auf Reisen, wenn ich nichts zu essen finde.

Die wunderbare Melisser Elliott hat auf dem Paris Vegan Day zu genau diesem Thema einen Vortrag gehalten und diese vielreisende Veganerin weiß genau, wovon sie spricht – vor Paris war sie in Asien und den USA unterwegs und danach innerhalb Europas und noch mal in den USA, um ihr erstes Buch „The Vegan Girl’s Guide to Life“ vorzustellen.

Um eben solche 1%-Situationen zu vermeiden und vor lauter Verzweiflung nicht irgendwas zu essen, bedarf es ein bisschen Vorbereitung. Melisser sagt dazu, dass ihr das Wohl der Tiere immer wichtiger als ihr Hunger ist. Obwohl eine hungrige Veganerin sehr unangenehm werden kann (wie ich auch aus eigener Erfahrung sagen kann). Deshalb: Planung ist das A & O. Und worin sie auch recht hat: Das hilft mit gutem Beispiel voran zu gehen. Denn wir wollen nicht, dass unsere Begleitung oder Mit-Reisenden denken, es sei total schwer, was Veganes zu essen zu finden. Hier die ultimativen Tipps von Melisser:

  • Vor der Reise sind ein Stadtplan und das Internet deine besten Freunde: alle veganen & vegetarischen (denn auch wenn ein Restaurant als vegetarisch gekennzeichnet ist, stehen die Chancen gut, hier etwas Veganes zu bekommen) Restaurants, Cafés & Kneipen im Stadtplan suchen & markieren. Egal in welcher Ecke der Stadt man sich aufhält, die nächstgelegene Essensmöglichkeit ist somit schnell auffindbar.
  • Eine Liste mit Lebensmitteln oder Gerichten in der jeweiligen Landessprache erstellen, die nicht vegan sind. Auch gut: der Vegan Passport.
  • Lokale Gerichte ausfindig machen, die vegan sind – schließlich bedeutet Reisen auch gleichzeitig Neues & Unbekanntes kennenzulernen. Selbst in Japan gibt es jede Menge vegane Köstlichkeiten, wenn man sich nur die Mühe macht, sie zu finden.
  • Snacks einpacken. Damit kommt es gar nicht erst zu diesen Situationen, in denen man völlig ausgehungert & verzweifelt nach Essen sucht. Nüsse, Trockenobst, Obst & rohes Gemüse eignen sich hervorragend als Snacks. Und es gibt auch jede Menge vegane Süßigkeiten.
  • Der ultimative Tipp: „When in doubt – Falafel“. Falafel ist in den meisten Fällen vegan und kann mit Salat & Gemüse kombiniert werden.
  • Melisser’s Lieblingsstädte mit vielen veganen Restaurants, Cafés & Kneipen sind:
  • Berlin: Die Stadt mit den vielen Veggie-Burgern.
  • London: Hier gibt es zwei voneinander unabhängige vegane Restaurants in Doppeldecker-Bussen und das Vx – neben vielen, vielen anderen Restaurants, die einem ein veganes Leben in London sehr leicht machen.
  • Wien: In der Heimat der Schnitzel gibt es auch vegane Schnitzel.
  • New York City: Ein Traum für alle Veganer. Es gibt so viele vegane Restaurants und jede Woche so viele Neueröffnungen, dass man ewig brauchen würde, um überall zu essen.
  • Portland: ”The Vegan Mecca” – alles was man sich jemals in vegan gewünscht hat, findet man hier. Es gibt zudem mindestens drei komplett vegane Bäckereien.
  • San Francisco: Das Restaurant Millenium empfiehlt Melisser für exzellentes Essen in schicker Atmosphäre.

Bitte hier entlang für einen Artikel über Melisser und ihr Buch „The Vegan Girl’s Guide to Life“. Im Buch schreibt sie ausführlich über eine ihrer Lieblingsaktivitäten: Reisen.

Kategorie Travel
Autor

Ich bin Franziska und liebe schöne Dinge. Dazu gehören für mich unbedingt Mode sowie Kosmetik und auch gutes Essen in coolen Restaurants. Aber schön soll es nicht nur für mich sein, sondern auch für andere. Nämlich die Umwelt, Tiere und Menschen. Deshalb: vegan, eco und fair.

1 Kommentare

  1. Genau wegen dem 1% recherchiere ich vor meinen Urlaub immer sehr viel. Es gibt ja zum Glück fast in jeder landestypischen Küche ein veganes Gericht.

    Aufgrund Deines Artikels habe ich mir übrigens Melisser’s Buch gekauft! In Paris war ich auch schon. Hoffentlich schaffe ich es auch mal zum Paris Vegan Day. Der wird ja hauptsächlich von Deborah organisiert, die ist die Inhaberin des Gentle Gourmet Bed & Breakfast. Sie hat jetzt vor Kurzem auch noch ein Restaurant eröffnet, das Gentle Gourmet Café. Ein weiterer Parisbesuch steht also definitiv auf meiner Bucketlist!

    Eat Well & Travel Often! :D

    Deine „V“eltenbummlerin Linda

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