Aromatherapie: Besser schlafen und weniger gestresst sein

Aromatherapie fuer besseren Schlaf Primavera I Veggie Love

Guten Morgen! Na, gut geschlafen und frisch wie der junge Frühling? Oder eher gerädert und matt, weil du dich vor lauter Gedankenkarussell wie ein Brummkreisel die halbe Nacht im Bett hin- und hergedreht hast? Wenn du dich gerade eher wie eine müde Nachteule statt wie der frühe Vogel fühlst, dann sollten wir unbedingt über Stress und guten Schlaf reden.

Dazu kann ich aus eigener Erfahrung nämlich einiges beitragen, denn sobald ich von irgendwas gestresst bin, schlafe ich grottenschlecht. Tagsüber bin ich dann müde und angespannt. Alles in allem kein Zustand, in dem man dauerhaft den Tagesaufgaben und anderen Menschen mit einer positiven Attitüde begegnet.

So ging es mir vor nicht allzu langer Zeit ständig und so ganz nebenbei haben sich immer mehr schlechte Angewohnheiten eingeschlichen, die mir ganz und gar nicht gut getan haben. Was mir wieder zu entspanntem Einschlafen und damit auch zu Tagen mit mehr Gelassenheit verholfen hat, verrate ich dir natürlich gerne und hoffe, dass auch du damit bessere nächtliche Erholung bekommst.

Das Bett ist kein Büro

Ich arbeite abends am besten. Das war schon in der Schule so, im Studium habe ich unzählige Male den Sonnenaufgang vom Schreibtisch aus miterlebt und auch meine beiden Bücher sind in zahlreichen Nachtschichten entstanden. Wenn ich dann am Schreibtisch müde wurde, wanderte der Computer einfach mit ins Bett. Ein bisschen mehr Arbeit ging nach dem Ortswechsel immer noch.

Zuerst habe ich deshalb den Rechner aus dem Bett verbannt. Zu oft war ich inmitten von Notizzetteln und im Schein des Bildschirms eingeschlafen. Und wenn ich nach getaner Arbeit nicht sofort schlafen konnte, war Netflix immer für mich da. Mit irgendwelchen Dialogen im Ohr einzuschlafen, tat auch nicht wirklich gut.

Schlaf Wohl Primavera Aromatherapie Roll on Vegan I Veggie Love

Das Smartphone muss draußen bleiben

Kaum durfte der Computer nicht mehr ins Bett, wurde es fast noch schlimmer. Die Ideen und Gedanken drehten sich unermüdlich in meinem Kopf weiter, besonders wenn ich direkt vom Schreibtisch ins Bett gegangen bin. Zum Abstellen des ewigen Kopftheaters habe ich aufs Telefon gestarrt. Ablenkung findet man dort in den Tiefen von Instagram wahrlich genug, auch wenn man vor Erschöpfung eigentlich überhaupt nichts mehr spannend findet. „Scrollen bis es fast weh tut“, so hat eine Freundin das nächtliche Spazieren (oder vielmehr Umherirren) in der bunten Bilderwelt beschrieben. Irgendwann fielen mir dann zwar endlich die Augen zu, aber ein entspanntes Einschlafen war das auch nicht.

Deshalb: das Telefon habe ich ebenfalls aus dem Bett geworfen. Morgens weckt mich ein Wecker und auch wenn der Entzug nicht leicht war (am ersten Abend war ich regelrecht verzweifelt), wache ich entspannter und vor allem bewusster und achtsamer auf. Aufstehen mit den eigenen Gedanken statt mit dem Blick auf das Leben von anderen, tut mir auf jeden Fall sehr gut.

Ein positiver Effekt: ich lese endlich wieder mehr Bücher und meine Ideen landen im Notizbuch statt irgendwo in meinem Kopf zu verpuffen.

(Einen Fernseher musste ich übrigens erst gar nicht verbannen, ich besitze seit vielen Jahren nämlich keinen mehr.)

Innehalten und die Gedanken ziehen lassen

Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass Meditation Balsam für den Geist ist. Immer häufiger kommt deshalb wieder Headspace (die Meditationsapp meiner Wahl) zum Einsatz. Dafür ist wiederum das Smartphone ein geniales Tool, mit dem man immer und überall der beruhigenden Stimme von Andy lauschen kann.

Meditation hilft (mir) übrigens auch dabei, (wieder) konzentrierter zu arbeiten und den Fokus besser halten zu können. Alles in allem: Mediation ist ein echter Gamechanger für den Start in den Tag, zwischendurch, wenn alles viel wird, oder als kurzes Innehalten am Abend.

„Kein Tag ist glücklich ohne Wohlgeruch“ – Ägyptisches Sprichwort

Aromatherapie ist (m)eine Geheimwaffe und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht ein ätherisches Öl auf meinen Duftstein tropfe, mich in einen belebenden Duftnebel hülle oder mir eine Ölmischung auf die Handgelenke reibe.

Was ist Aromatherapie?

Die klassische Aromatherapie basiert auf den Kräften naturreiner ätherischer Öle, die ihre Wirkung auf Körper, Seele und Geist entfalten. Den Begriff prägte im 20. Jahrhundert der französische Chemiker René-Maurice Gattefossé (und Vater der modernen Aromatherapie) durch seine Beschäftigung mit ihren Eigenschaften. Heute ist die Wirkung ätherischer Öle durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.

Die Wirkung von ätherischen Ölen

Ihre Aromen wirken psychisch sowie physisch und können Ihr Wohlbefinden und die Lebensqualität steigern. Anregende Aromen aktivieren und erheitern, beruhigende Düfte entspannen und harmonisieren.

Über ihren Duft wirken die Pflanzenessenzen auf das limbische System des Gehirns und beeinflussen dort Gefühle und Stimmungen.

Duftmischung zur Entspannung Primavera I Veggie Love

Als ich gerade schwer angeschlagen von Schlaflosigkeit war und mich quasi durch jeden einzelnen Tag quälte, entdeckte ich einen Workshop von Primavera, der wie für mich gemacht schien: Weniger Stress – Besserer Schlaf. Flugs machte ich mich auf nach München, um mehr über die natürliche Pflanzenkraft und Entspannung zu lernen. Dabei haben es mir die sechs folgenden ätherischen Öle besonders angetan, die mich nun tagsüber und abends unterstützen.

Lavendel ist wohl die Pflanze, die auf Anhieb alle mit Entspannung in Verbindung bringen. Aufgrund seiner Eigenschaften ist Lavendel der Bestseller in der Aromatherapie und hat viel mehr zu bieten als nur einen hübschen Anblick (ich sage nur: Lavendelfelder in der Provence). Er wirkt ausgleichend, stärkt das Selbstvertrauen, sorgt für einen ruhigen Schlaf, ist gut bei Stress und Anspannung sowie Unausgeglichenheit und schlechter Laune, denn er hebt die Stimmung.

In den Genuss der entspannenden Wirkung von Zirbelkiefer kam ich vor ein paar Jahren in einem Hotel im Allgäu als ich (sehr gut) in einem Bett aus Zirbelholz geschlafen habe. Das frisch duftende ätherische Öl der Zirbel füllt den Raum mit feinem Waldaroma und hat nachweislich die Fähigkeit, die Herzfrequenz in der Nacht um über 3.600 Herzschläge zu reduzieren (das ist rund eine Stunde Herzarbeit). Zirbel beruhigt die Atmung, erhöht die Konzentrationsfähigkeit und die Qualität der Raumluft durch seine reinigende Wirkung.

Neu für mich entdeckt habe ich Zeder. Das ätherische Öl wirkt angstlösend und stabilisierend und hilft zudem, die innere Mitte zu finden. Auch bei Burnout und Stress ist Zeder zu empfehlen. Das Öl beruhigt, senkt den Blutdruck, mildert Ängste bei Prüfungen, stärkt und gibt Kraft. Es entspannt, wenn die Gedanken mal wieder wild kreisen und der Kopf nicht abschalten kann. Und was alle Kreativen immer gut gebrauchen können: in Realisierungsphasen von Ideen wirkt es unterstützend bei der Umsetzung.

Neroli stammt aus den Blüten der Bitterorange und ist ein echter Seelentröster. Er stärkt die Nerven (gut in Prüfungssituationen) und mindert Ängste. Auch bei Stress und Burnout steht das ätherische Öl unterstützend zur Seite. Es löst Spannungsgefühle, fördert die Entspannung und den süßen Schlaf. Neroli wird als „Retter in der Not“ bezeichnet, da es auch in Trauma- und Schocksituationen angewendet werden kann. Zudem ist es sehr wertvoll: um ein Kilo ätherisches Öl herzustellen, braucht man 1.500 Kilo Blüten.

Wer Earl Grey Tee mag, wird Bergamotte lieben, denn das smaragdgrüne Öl verleiht dem Schwarztee sein herrliches Aroma. Das ätherische Öl beruhigt, gleicht aus und erfrischt. Mit seinen stimmungsaufhellenden Eigenschaften wirkt es gegen depressive Verstimmungen und in der dunklen Jahreszeit auch gegen Winter-Depressionen. Es nimmt Angst und unterstützt gleichzeitig die Konzentration. Unter den Zitrusölen ist Bergamotte ein „Ausnahmeöl“, das inhaltsreicher und ausdrucksstärker als zum Beispiel Zitrone duftet. Übrigens wirken alle Zitrusdüfte gut gegen die Tristesse der Dunkelheit, besonders aber Bergamotte.

Ein Fläschchen steht immer auf meinem Schreibtisch und auch während ich diese Zeilen tippe, habe ich ihren frischen Duft in der Nase (und auf meinem Duftstein): Grapefruit. Sie gibt einen besonderen Kick, motiviert, reduziert Stress, löst Ängste und hilft bei Erschöpfung sowie Niedergeschlagenheit. Besonders schön: sie aktiviert die körpereigenen Endorphine (Glückshormone).

Ein kleines Rezept für eine Ölmischung habe ich auch noch mit auf den Weg bekommen und zwar handelt es sich um das „Rescue“ der Aromatherapie (analog zur Bachblütentherapie):

10 ml Mandelöl
1 Tropfen Neroli
1 Tropfen Zeder
1 Tropfen Zirbe

In einem kleinen Fläschchen mischen und bei Bedarf auf Puls, Solarplexus, Kinngrube, Halskuhle und Fußsohlen auftragen.

Anmerkung: Die Mischung muss erst ein paar Stunden oder über Nacht reifen, um ihren Duft zu entfalten. Ich habe am nächsten Tag zwei weitere Tropfen Zeder dazu gegeben. Insgesamt sollten nicht mehr als 5 Tropfen ätherisches Öl in 10 Milliliter Mandelöl gegeben werden.

Das Beste habe ich allerdings bis zum Schluss aufgehoben: Schlaf Wohl von Primavera mit Lavendel, Neroli und Vanille für eine erholsame Nacht. Auf meinem Nachttisch stehen alle vier der Produkte der Serie und kommen nach Lust und Laune (und jeden Abend) zum Einsatz.

Die Duftmischung gebe ich auf meinen Duftstein auf dem Nachttisch (in eine Duftlampe geht natürlich auch). Für ein entspannendes Bad vor dem Zubettgehen 10 Tropfen des ätherischen Öls mit 3 Esslöffeln Meersalz mischen und in 35 bis 38 Grad warmes Badewasser geben.

Auf Reisen ist der Roll-on der ideale Begleiter. Auf Nacken, Schläfen oder unterhalb der Nase sorgt er für Entspannung und ein Gefühl von Zuhause in der Ferne.

Der Balsam riecht nicht nur nach den drei ätherischen Ölen Lavendel, Neroli und Vanille, er pflegt die Haut auch mit Aprikosenkern- und Mandelöl. Mit ihm massiere ich abends die Füße – auch für eine entspannende Nackenmassage eignet er sich sehr gut.

Das Kissenspray hat mich inzwischen schon auf ein paar Reisen begleitet und gibt mir unterwegs immer ein Gefühl von Geborgenheit. Und es hilft mir dabei, entspannt in den Schlaf zu sinken.

In diesem Sinn wünsche ich dir erholsame Nächte und entspannte Tage. Ich freue mich, wenn du mir deine Tipps und Angewohnheiten für einen guten Schlaf in den Kommentaren verrätst.

 

In Zusammenarbeit mit Primavera entstanden. #werbung

Den Workshop habe ich auf eigenen Wunsch (und mit stetig wachsendem Interesse an Aromatherapie) besucht. Herzlichen Dank an Maria M. Kettenring, die ihr riesiges Wissen in dem Seminar großzügig geteilt hat. Die Eigenschaften der sechs ätherischen Öle habe ich anhand ihrer Beschreibungen wiedergegeben.

Fotos: Nora Dal Cero für Veggie Love

Kategorie Beauty, Werbung
Autor

Ich bin Franziska und liebe schöne Dinge. Dazu gehören für mich unbedingt Mode sowie Kosmetik und auch gutes Essen in coolen Restaurants. Aber schön soll es nicht nur für mich sein, sondern auch für andere. Nämlich die Umwelt, Tiere und Menschen. Deshalb: vegan, eco und fair.

4 Kommentare

  1. Das Handy hab ich auch aus dem Schlafzimmer verbannt, seit ich mehr lese, schlafe ich auch definitiv besser! Außerdem hat mir die Einnahme von der Aminosäure 5-htp sehr geholfen! Aromatherapie mache ich zwar nicht direkt, aber eine Tante hat mir mal ein Zirbenkissen geschenkt, auf das ich hin und wieder ein paar Tropfen Lavendel tröpfle. Damit „kuschle“ ich sehr gerne vorm Einschlafen. Ich wusste gar nicht, dass es auch Kissensprays gibt, ist ja toll! Zeder ist auch ein herrlicher Duft! Von Bergamotte weiß ich, dass es gegen Herpesbläschen und Depressionen hilft, das beruhigt sicher auch zum Einschlafen ;)
    Was hälst du eigentlich von solchen Air-Diffusor Geräten? Hab mir mal überlegt, eines für die trockenen Winternächte zu kaufen (Heizung). Das könnte man ja auch für die Aroma-Therapie nutzen :)
    glg Anne

  2. Hallo Franziska,

    Ich finde deine Erfahrungen und Eindrücke mit ätherischen Ölen sehr interessant, denn auch ich bin kürzlich dazu übergegangen, abends mit einem Lavendelöl mein Kissen zu besprühen.

    Du hast von einem Duftstein erzählt – was hat es damit auf sich? Das klingt sehr interessant.
    Und ich hätte noch eine Frage: Diese ätherischen Öle, kann man die auch unterwegs z.B. an den Handgelenken anwenden? Denn die meiste Zeit des Tages bin ich arbeiten oder auf dem Weg dorthin. Ich habe viel mit nicht immer leichten Menschen zu tun und somit ist meine Arbeit leider auch der Stressfaktor Nr. 1 für mich. Besonders, wenn ich Spätschicht hatte und erst gegen 20:40 Uhr Zuhause eintrudele, fällt es mir schwer, abzuschalten, wo ich mich doch quasi gerade noch so konzentrieren musste.

    Daher freue ich mich über deine Antwort – vielleicht kann auch ich mit Aromatherapie dem Stress und der Unruhe den Garaus machen. :)

    Liebe Grüße

    • Franziska

      Liebe Anna – einen Duftstein aus Keramik nutze ich zum Beispiel gerne am Schreibtisch, auf dem Nachttisch oder wenn ich auf Reisen bin. Man tropft ein wenig ätherisches Öl auf den Stein und so verteilt sich der Duft gut in meinem Umfeld (wobei der „Duftradius“ im Vergleich zu einer Duftlampe oder einem Diffuser sehr viel kleiner ist). Natürlich kann man genauso gut einen Duftlampe oder einen Diffuser benutzen. Was die Anwendung direkt auf der Haut angeht: grundsätzlich gilt, dass viele ätherischen Öle pur reizend für die Haut und Schleimhäute sein können. Deshalb ist es immer besser, sie am Körper verdünnt anzuwenden. Für unterwegs gibt es praktische Roll-ons mit fertigen Mischungen für unterschiedliche Bedürfnisse wie Konzentration, gute Stimmung oder Entspannung. Über die im Artikel genannte Rescue-Mischung hinaus habe ich mir für das Schreiben von Texten 10 ml Mandelöl mit 1 Tropfen Ylang-Ylang für kreatives Denken gemischt. Das geht natürlich auch mit anderen ätherischen Ölen (auf dem ätherischen Öl ist angegeben, wie viele Tropfen maximal in Mischungen gegeben werden sollen). Und was Du auch tun könntest: einen Tropfen auf die Kleidung (auf die Ärmel oder am Kragen) geben, hier allerdings lieber erst an einer unauffälligen Stelle testen, ob es Flecken gibt (auf helle Kleidung würde ich ohnehin kein ätherisches Öl tröpfeln). Im Winter gebe ich mir oft einen Tropfen auf den Schal oder sprühe eine fertige Duftmischung auf den Schal oder ein Tuch. Besonders bei Bahnfahrten wende ich die Tuch- und Schalmethode gerne an – ist nicht nur gut für meine eigene Stimmung, auch olfaktorische Störfaktoren kann man damit gut ausblenden. Alles Liebe und gute Entspannung nach der Arbeit!

  3. Hallo Franziska,

    danke für deinen interessanten Beitrag. Wie lange halten dann deine Ätherischen Öle bei täglicher Benutzung?

    Viele Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *