goood call: Endlich ein Mobilfunkanbieter mit Sinn

Mobilfunkanbieter mit Sinn goood Fairphone I Veggie Love

Als Bloggerin und Content Creator verbringe ich einen sehr großen Teil meiner Arbeitszeit am Computer oder mit dem Smartphone. Die Ironie dabei: meine Inhalte drehen sich um faire Herstellungsbedingungen, saubere Inhaltsstoffe und Nachhaltigkeit während meine Arbeitsgeräte ziemlich weit davon entfernt sind.

Mit Fair Fashion und Naturkosmetik kenne ich mich hervorragend aus und habe auch jede Menge Tipps für Cafés, Restaurants und Hotels auf Lager. Wenn es aber um Rechner und Telefone geht, muss ich ehrlich zugeben, dass ich bisher nur ein wenig über meinen Tellerrand hinaus gelinst habe. Schlichtweg weil es bisher nicht viele fair hergestellte Geräte gibt.

Und dann hörte ich von goood. Das ist zwar kein Hersteller von Geräten, aber nicht weniger wichtig, wenn es um das Smartphone geht. Denn goood ist ein sozialer Mobilfunkanbieter für Menschen, die etwas bewegen und verändern wollen. „Ein was bitte?“, fragst du jetzt vielleicht. Genauso ging es mir auch. Deshalb stelle ich das Social Business goood hier gerne näher vor.

goood Mobilfunkanbieter mit Sinn I Veggie Love

Was ist goood?

Ein Mobilfunkanbieter mit Sinn, der For-Profit mit Non-Profit verbindet. Konkret bedeutet dass: Man schließt einen Mobilfunkvertrag über goood ab und monatlich gehen automatisch 10 Prozent der Grundgebühr an eine gemeinnützige Organisation, die man bei Vertragsabschluss selbst bestimmt.

Gut zu wissen: Die Integration von Spenden in den alltäglichen Konsum ist ein weltweit wachsender Trend. Man nennt diese Form von sozialem Engagement auch „painless giving“, also schmerzfreies Geben. Dabei wird die eigene Kaufkraft zum Werkzeug, um ganz einfach und ohne Mehraufwand Gutes zu tun.

Wer steckt hinter goood?

Ein siebenköpfiges Gründerteam aus Österreich und Deutschland mit Erfahrung in der Telekommunikationsbranche und im Non-Profit-Bereich. Darunter Claudia Winkler, die ehemalige Group Chief Marketing Officer bei der Telekom Austria Gruppe, der Mobilfunkexperte Matthias Frenzl sowie Karl Wagner, der ehemalige Geschäftsführer des WWF Österreich und der Fundraisingspezialist Jörg Reschke. Seit der Gründung verstärken zahlreiche neue Kolleginnen und Kollegen in Wien und Berlin das Team.

Was ist das Ziel von goood?

Die Vision von goood ist eine Gesellschaft, die auf Respekt, Verantwortung und Anteilnahme aufbaut. In einem ersten Schritt wird dieses Ziel mithilfe einer neuen Form von sozialem Engagement im Telekommunikationssektor umgesetzt.

Dabei möchte das Unternehmen ihren Kunden ermöglichen, ohne zusätzlichen Aufwand und finanzielle Mehrkosten etwas Gutes zu tun und eine Organisation oder Projekt zu unterstützen, das die Welt tatsächlich besser macht.

Sozialer Mobilfunkanbieter goood Fairphone I Veggie Love

Wohin gehen die Spenden?

An karitative Projekte und gemeinnützige Organisationen. Aus rund 250 verschiedenen Partnerorganisationen, die in verschiedenen Handlungsbereichen aktiv sind, kann man sein persönliches Herzensprojekt auswählen. Zur Wahl stehen nationale und internationale Organisationen wie das Rote Kreuz, die UNO Flüchtlingshilfe oder Animal Equality sowie regionale Initiativen. Ob Kindern eine Zukunft schenken, Menschen in Not helfen, Tiere und Umwelt schützen oder das Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu fördern, 100 Prozent der Spenden kommen dabei beim jeweiligen Projekt an.

Über das Online-Portal (eine App ist zusätzlich geplant) von goood kann man das gewählte Projekt verfolgen. Darüber hinaus erhält man eine Spendenquittung (die von der Steuer abgesetzt werden kann).

Bei der Verteilung der Spenden arbeitet goood mit dem erfahrenen Partner betterplace.org zusammen, der größten Online-Spendenplattform Deutschlands.

25 Prozent der jährlichen Gewinne von goood werden zudem in soziale Projekte und Start-ups reinvestiert, um gemeinsam die Welt ein bisschen besser zu machen.

Wie funktioniert Telefonieren und Surfen mit goood?

Wie mit jedem anderen Mobilfunkanbieter auch. Genutzt wird das Netz von Telefónica Deutschland, die technische Abwicklung hat der Mobilfunkpartner Drillisch übernommen.

Zur Auswahl stehen drei verschiedene Tarife mit unterschiedlichem Sprach- und Datenvolumen: goood big impact, goood big easy und goood big smile. Der günstigste Tarif goood big smile hat eine Grundgebühr von 9,99 Euro und die Tarife goood big smile sowie goood big easy können auch mit einer Laufzeit von 12 (statt 24) Monaten abgeschlossen werden.

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Ich möchte zu goood wechseln – wie läuft das ab?

Zunächst entscheidet man sich für einen Tarif – je nachdem ob man viel oder wenig telefonieren und surfen möchte, stehen die drei verschiedenen Tarif-Optionen zur Auswahl.

Rufnummernmitnahme ist selbstverständlich möglich und kann im Bestellprozess in einem entsprechenden Feld angemerkt werden.

Nach der Tarifwahl steht die Entscheidung für den Spendenempfänger an – oder besser gesagt: was man konkret verändern möchte: Kindern eine Zukunft schenken, Menschen in Not helfen, Tiere und Umwelt schützen oder das Zusammenleben in unserer Gesellschaft fördern. Darüber hinaus kann auswählen, ob sich das Projekt in Deutschland befinden oder international sein und ob es sich um eine langfristige oder akute Soforthilfe handeln soll. Damit man sich ein besseres Bild machen kann, werden natürlich alle Projekte ausführlich beschrieben.

Wenn man ich für ein konkretes Projekt entschieden hat, legt man es in den Warenkorb und geht zur Kasse, um den Mobilfunkvertrag abzuschließen. Das Datum für den Start des Vertrags kann zuvor auch noch selbst gewählt werden. Die Zustellung der SIM-Karte erfolgt zwei bis fünf Werktage nach diesem Wunschtermin.

Man hat zudem die Möglichkeit, die monatliche Spende von 10 Prozent (der Grundgebühr) um einen zusätzlichen und frei wählbaren Betrag zu erhöhen.

Sobald der Brief mit der SIM-Karte angekommen ist, erfährt man mit den entsprechenden Login-Daten im Online-Portal alle wichtigen Infos wie die neue Rufnummer (sofern man nicht die alte Nummer mitnimmt). Dann muss man nur noch die SIM-Karte ins ein Smartphone einlegen und schon geht es los.

Gut zu wissen: In der Regel kann man sich jeden Monat neu entscheiden, an welches Projekt die automatisierte Spende geht. (Ausnahmen sind, wenn der Vertrag über einen prominenten Partner oder eine der Non-profit-Organisationen abgeschlossen wurde, dann kann man erst ab dem 13. Monat einen neuen Spendenempfänger auswählen.)

Gibt es goood nur in Deutschland?

Gestartet ist der soziale Mobilfunkanbieter in diesem Jahr in Deutschland. Ab Ende September geht goood auch in Österreich an den Start. Dort telefonieren und surfen die Kunden im CO2-neutralen Netz A1.

goood und ich

Der erste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Fairness mit meiner „Arbeitstechnik“ ist nun also getan und ich surfe und telefoniere mit goood. Zugegeben: das war ein sehr leichter Schritt und bedurfte keiner Umgewöhnung (wie das zum Beispiel beim Umstieg auf eine andere Hardware der Fall sein könnte).

Entschieden habe ich mich übrigens für ein Projekt aus München, das Rentner in finanzieller Not deutschlandweit unterstützt. Die Wahl war gar nicht so einfach – es gibt so viele gute Organisationen, die Unterstützung beim Helfen brauchen. Einer der zahlreichen Gründe warum ich für den Moment nach Konstanz gezogen bin, ist mein Wunsch, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Dazu gehören auch meine Großeltern sowie meine Großmutter. Allen geht es gut, sie sind wohlauf und mobil, haben viele soziale Kontakte und darüber hinaus eine große Familie. Oft denke ich daran, dass diese Situation nicht selbstverständlich ist und gerade alleinstehende Frauen im Alter häufiger (als Männer) von Armut betroffen sind. Ein Herz für Rentner e.V. unterstützt ältere Menschen, finanzielle Herausforderungen zu meistern, wenn das Geld zum Beispiel nicht für eine neue Waschmaschine reicht oder die Rente zu knapp ist, um die Miete zu bezahlen und frisches Obst und Gemüse zu kaufen. Und vor allem gibt ihnen der Verein mit dieser Unterstützung (und auch Veranstaltungen) das Gefühl, nicht allein zu sein.

Für die Fotos in diesem Artikel habe ich kurzzeitig das Fairphone 2, ein fair hergestelltes Smartphone in der Hand halten und testen können. Das Besondere an diesem Gerät ist nicht nur die Produktionsweise, sondern auch die Austauschbarkeit aller Module (wie der Akku oder das brandneue Kameramodul). So hat dieses Smartphone eine deutlich längere Lebensdauer als andere Telefone. Als nächstes möchte ich ein fair hergestelltes Smartphone etwas länger nutzen und testen, ob es auch in meinem Berufsalltag eine gute Figur macht.

 

In guter Zusammenarbeit mit goood entstanden. #werbung

Fotos: Nora Dal Cero für Veggie Love

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