Hello. Nice to eat you.

Als das Münchner Restaurant Zerwirk letztes Jahr geschlossen hat, war ich wirklich traurig. Ich habe dort einige schöne Abende und unzählige Mittagspausen im Deli im Souterrain verbracht. Als dann das Café King Anfang dieses Jahres geschlossen hat, war ich lange untröstlich. Ich vermisse den Tofusalat & die Brownies immer noch ganz schrecklich. Meine Freude am neu eröffneten Restaurant im Künstlerhaus währte leider auch nicht lange, die veganen Gerichte sind ganz schnell wieder von der Karte verschwunden (es gibt aber weiterhin veganen Kuchen).

Ich liebe es, selbst zu kochen und ich liebe es, essen zu gehen. Mal schnell & zwischendurch mittags, aber auch gerne abends in einem schönen Restaurant. Kurz gesagt: ich liebe gutes Essen und bin mit Sicherheit ein Food Snob. Und ich mag es, eine kulinarische Heimat außerhalb meiner Küche zu haben.

Schon seit Wochen höre ich immer wieder, dass bald, ganz bald schon ein neues veganes Restaurant in München eröffnen wird. Meine Neugierde war riesig und als mir dann noch erzählt wurde, dass Peter Ludik – der ehemalige Chefkoch des Zerwirk – das Restaurant eröffnen wird, war die Vorfreude sehr groß. Heute ist es endlich soweit: das Max Pett öffnet seine Türen!

Ich durfte das Max Pett schon gestern besuchen und Köstlichkeiten von der komplett veganen Speisekarte probieren: Begeisterung ist gar kein Ausdruck und ich habe wieder eine kulinarische Heimat.

Als Anna Lena Hoening dieses Jahr in einem veganen Restaurant in Ottobrunn gearbeitet hat, lernte sie dort den Koch Peter Ludik kennen. Besagtes Restaurant gibt es inzwischen nicht mehr – die Idee vom eigenen Restaurant in München ließ die beiden aber nicht mehr los. Gesagt, getan und ich freue mich sehr, dass die beiden ihren Plan wirklich rasend schnell verwirklicht haben.

Seit heute ist Peter also nun der Chef in seiner eigenen Küche, während sich seine Geschäftspartnerin und Mitinhaberin Lena um den Service und die Gästebetreuung kümmert. Während des Essens hat mir Lena erzählt, dass sie schon mit vier Jahren Vegetarierin wurde – inspiriert von ihrer Mutter, die sich sicher heute ganz besonders für & mit ihrer gerade mal 21 Jahre jungen Tochter freut. Vor zwei Jahren wurde Lena Veganerin und sie teilt mit Peter die Vision, dass alle Lebewesen in Frieden, Liebe & Harmonie miteinander und in Einklang mit der Umwelt leben können. Ihre Begeisterung für einen veganen Lebensstil wollen Lena & Peter mit ihren Gästen teilen und zeigen, dass in einer rein pflanzlichen & biologischen Küche keineswegs auf Genuss, Kreativität und Vielfalt verzichtet wird.

Alles, was ich gestern gegessen habe, war köstlich: Vorspeisenteller mit Dhal-Spießchen und Tzatziki, Kichererbsensalat, Rote Beete Ravioli mit Cashewkäsefüllung & Paprikacremetörtchen, Karotten-Orangen-Ingwer-Suppe, Ravioli mit Kürbis-Trüffelfüllung, Kirschtomaten, Ruccola & Pinienkernen, Ayurveda Teller mit Gemüsecurry, Samosa, Halava, Apfel- und Tomatenchutney, Basmatireis & Papadam sowie ein Mousse au Chocolat auf Mangosoße. Als Aperitif hatte ich den Haus-Secco Freepearl aus der Pfalz sowie ein lieblicher Cuveé aus Frankreich zum Essen. Ich habe wirklich geschlemmt und jeden Bissen genossen – alles rein pflanzlich und ohne Völlegefühl danach.

Eine Besonderheit des Hauses: es gibt die größte alkoholfreie Wein- und Bierkarte Münchens und sicher auch weit über die Stadtgrenzen hinaus. Zur Philosophie des Max Pett gehört, dass zu den veganen Speisen kein Alkohol angeboten wird.

Die kleine, aber feine Speisekarte mit Vorspeisen, Suppen & Salaten, Hauptgerichten sowie Nachspeisen wird durch wechselnde Tagesmenüs sowie eine Wochenkarte ergänzt. Saisonal- und Regionalität und möglichst aus biologischem Anbau ist den Inhabern bei der Auswahl der Gerichte & Zutaten sehr wichtig. Hausgemachte Kuchen & Torten gibt es auch, aber dafür war gestern dann wirklich kein Platz mehr. Der leckere Makam-Veggi-Döner steht ebenfalls auf der Speisekarte (ich hatte hier darüber geschrieben) und beim nächsten Besuch probiere ich das Max-Pett-Sandwich. Vielleicht habe ich damit endlich mein lang ersehntes veganes Club Sandwich gefunden.

Love & Veggies für Lena für den herzlichen Empfang und die persönliche Betreuung während des Essens und für Peter für das köstliche Menü mit fünf Gängen! Ich wünsche Euch nur das Allerbeste für die Anfangszeit, viel Erfolg für die Zukunft & viele begeisterte Gäste im Max Pett!

Pettenkoferstraße 8, 80336 München
Montag bis Samstag: 10.00 bis 23.00 Uhr
Telefon 089/558 691 19
www.max-pett.de

Kategorie Food
Autor

Ich bin Franziska und liebe schöne Dinge. Dazu gehören für mich unbedingt Mode sowie Kosmetik und auch gutes Essen in coolen Restaurants. Aber schön soll es nicht nur für mich sein, sondern auch für andere. Nämlich die Umwelt, Tiere und Menschen. Deshalb: vegan, eco und fair.

3 Kommentare

  1. Pingback: Max Pett – Das neue vegane Restaurant in München « monkeybite.de

  2. klingt köstlich! ich freue mich jetzt schon auf den nächsten münchen-trip… mit der ’no alcohol‘-policy kann ich allerdings gar nix anfangen… gibt’s da nen bezug zum veganismus? alkoholfreier wein hört sich jedenfalls gruselig an…

    • Es entspricht der Philosophie der beiden Inhaber, keinen Alkohol zu veganen Speisen zu servieren. Allerdings kann man sicher nicht pauschal sagen, dass Veganer keinen Alkohol trinken – das kann jeder selbst entscheiden und im veganen Handbuch gibt es dazu keine Regel. Im Fall vom Max Pett haben Lena & Peter entschieden und ich muss sagen, der Haus-Secco hat mir ausgesprochen gut geschmeckt. Die Auswahl an alkoholfreien Weinen und Bier ist beachtlich und einmal ausprobieren schadet ja sicher nicht.

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