Lady Gaga & moi

Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, mal mit Lady Gaga zusammen in einem Zeitungsartikel zu erscheinen. Ihr Bild ist zwar größer als meines (ich bin ganz unten mit dem „V is for Vegan„-Shirt zu sehen)  – dafür werde ich öfter zitiert als sie. Ein Interview mit der Nürnberger Zeitung über vegane Mode hat mir das ermöglicht, denn neben Essen & Restaurants gehören Naturkosmetik & Öko-Mode zu meinen Lieblingsthemen.

Für die Redakteurin der Zeitung habe ich im Vorfeld viele Fragen rund um Mode, ökologische Materialien und Veganismus beantwortet. Einiges davon findet sich nun im Artikel der Nürnberger Zeitung mit dem schönen Titel „Bananenseide statt Fleischkleid“ wieder, der hier online nachgelesen werden kann. Aus den Fragen & meinen Antworten in voller Länge mache ich nun eine eigene Artikelserie „Q & A Veggie Fashion“ – reuse & recycle ist schließlich überaus nachhaltig.

  • Was ist vegane Mode? Rein nach Definition: Mode/Bekleidung, die ohne tierische Materialien, wie Leder, Seide, Wolle und Daunen hergestellt wird. Gute Mode erfüllt für mich die drei Kriterien ökologisch, ethisch korrekt & fair. Für mich sollen keine Menschen und auch keine Tiere leiden, darüber hinaus soll auch die Umwelt geschont werden. Tierfreundliche Mode soll gleichzeitig auch nachhaltig & ökologisch sein. So genannte Fast Fashion, die es an jeder Ecke gibt und die auch rein nach Definition vegan sein kann, kommt für mich daher nicht in Frage. Konventionelle Baumwolle oder Kunstleder aus PVC sind zwar vegan, erfüllen aber nicht die anderen Kriterien. Ich schaue lieber bei den vielen Öko-Labels, was mir gefällt.
  • Warum tragen Sie vegane Mode? Ich habe mich für einen veganen Lebensstil entschieden. Das heißt, ich verzichte aus ökologischen und ethischen Gründen auf tierische Produkte. Das bezieht sich auf alle Bereiche meines Lebens: Ernährung & Kochen, Kosmetik und Körperpflege sowie Mode. Veganismus hört nicht an der Küchentür auf, sondern geht vom Kühlschrank übers Badezimmer bis zum Kleiderschrank.
  • Aus was wird vegane Kleidung hergestellt? Protein-Fasern, Hanf, Tencel (aus Zellulosefasern), Seacell-Fasern, Sojafasern, Bambus, Lenpur (aus Zellulosefasern), Kapok (vom Kapokbaum), Biobaumwolle, Bananenseide, recyceltes Polyester, recycelte Materialien wie PET können für Schuhe oder Handtaschen verwendet werden.
  • Was ist schlimm daran, Schafswolle zu tragen – es musste ja kein Tier dafür sterben? Etwas vom Tier zu nehmen (Honig, Milch, Haut, Fell, Fleisch) oder etwas drastischer ausgedrückt, das Tier für menschliche Zwecke zu missbrauchen, widerspricht dem Gedanke des Veganismus. Hier geht es auch um die Bedingungen, unter denen viele Schafe gehalten werden. Um möglichst viel Wolle zu bekommen, werden Schafe so gezüchtet, dass sie unnatürlich viele Falten haben. Das hat zur Folge, dass die Tiere sich nicht mehr selbst säubern können, Parasiten nisten sich dort ein und quälen dann das Tier. Beim Scheren kann es schon mal vorkommen, dass die Tiere aufgrund dieses „Faltenwurfes“ geschnitten werden – straffe Haut zu rasieren ist ja auch viel einfacher als zwischen vielen Hautlappen. Ohne dieses Züchten von „Woll-Tieren“ müssten Schafe überhaupt nicht geschoren werden. Ohne die menschliche Einmischung hätten Schafe genauso viel Wolle, wie sie als Schutz gegen Hitze und Kälte benötigen. Gegenüber pflanzlichen Produkten haben tierische Erzeugnisse eine schlechtere CO2-Bilanz, das spielt bei der Haltung von Schafen natürlich auch eine Rolle.
  • Für wen ist vegane Mode geeignet? Für alle – vegane Mode schließt niemanden aus. Wer sich besonders für sie interessiert: Menschen, die ethisch und ökologisch korrekt leben möchten. Menschen werden immer sensibler im Umgang mit der Umwelt und unseren Ressourcen, auch diese Menschen greifen zu Öko-Mode und dann auch zu veganer Mode.
Kategorie Fashion
Autor

Ich bin Franziska und liebe schöne Dinge. Dazu gehören für mich unbedingt Mode sowie Kosmetik und auch gutes Essen in coolen Restaurants. Aber schön soll es nicht nur für mich sein, sondern auch für andere. Nämlich die Umwelt, Tiere und Menschen. Deshalb: vegan, eco und fair.

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