Fabrikbesuch in Biberist: Die Heimat der Mondaine SBB essence

Mondaine SBB essence Franziska Biberist I Veggie Love

In Zusammenarbeit mit Mondaine entstanden. #werbung

Kürzlich haben Nora und ich eine kleine Reise unternommen. Mit dem Zug sind wir von Zürich ins malerische Solothurn gefahren. Von diesem Schweizer Städtchen aus führte uns der Weg bei strahlendem Sonnenschein entlang des Flusses Aare nach Biberist ins Mondaine Haus. Dort werden seit 2009 die Uhren des Schweizer Unternehmens gefertigt.

Den Uhrenhersteller gibt es natürlich nicht erst seit neun Jahren. Schon 1951 gründete Erwin Bernheim die Mondaine Watch Ltd. und entwickelte sie zu einem der führenden Unternehmen in der Schweizer Uhrenindustrie. Bekannt ist Mondaine für die SBB-Uhr, die „Official Swiss Railway Watch“ für das Handgelenk. (Über die Armbanduhr hinaus gibt es die Bahnhofsuhr von Mondaine auch als Wand-, Tisch- und Taschenuhr.) Heute beschäftigt Mondaine 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. André und Ronnie Bernheim, die beiden Söhne des Firmengründers, leiteten bisher das Familienunternehmen und übergaben zum 1. Januar 2018 die Führung der Mondaine Watch Ltd. an den neuen CEO Bernd Stadlwieser. Die beiden Brüder sind weiterhin ein großer Teil des Unternehmens, wenn auch mehr im Hintergrund tätig.

In meiner Kindheit trug mein Vater eine Mondaine am Handgelenk. Seit rund einem Jahr ziert sie auch meinen Arm, denn im letzten Herbst stellte Mondaine das Modell SBB essence vor. Nach dem Motto „Besser ist besser“ hat der Uhrenhersteller den Designklassiker umweltschonender und nachhaltiger gestaltet: im Gehäuse steckt ein innovatives Material aus Rizinusöl und im Armband Naturkautschuk. Die Verpackung der Uhr besteht aus recycelten PET-Flaschen und kann als Hülle für das Smartphone verwendet werden.

Mondaine SBB Essence Vegan und Nachhaltig I Veggie Love

Wo kommt die Mondaine SBB essence her?

Wann immer ich die Gelegenheit bekomme, eine Marke noch besser kennenzulernen und zu sehen, woher die Produkte stammen oder wie sie hergestellt werden, nehme ich diese sehr gerne wahr. Üblicherweise führen mich diese Besuche in Gärten oder auf Felder und in Ateliers oder Studios. Bei Mondaine landen wir direkt in einer Fabrik, die – wie das eben so üblich ist – in verschiedene Bereiche wie Produktentwicklung, Lager, Qualitätskontrolle, Versand und Montage unterteilt ist.

Uhren Mondaine SBB essence Fertigung Biberist I Veggie Love

Eins fällt sofort auf: hier ist alles perfekt organisiert und jede kleine Schraube und jedes Rädchen hat einen festen Platz. Eins, der ersten Dinge, die ich lerne: kurze Wege sind in so einer Fabrik und vor allem in der Fertigung essentiell. Ganz wichtig ist auch: ein störungsfreier Ablauf der Produktion, damit alles nach (Zeit)plan ablaufen kann. Zudem findet bei Mondaine – und das ist in der Uhrenindustrie sehr ungewöhnlich – eine Just-in-time-Montage statt. Das bedeutet: es wird immer nur die Menge gefertigt, die tatsächlich benötigt wird.

Apropos Mengen: Da das Design von Mondaine sehr zeitlos ist und nicht ständig neue Kollektionen produziert werden, kann man schon fast von Slow Fashion (oder besser Slow Accessoires) sprechen. Überaus praktisch für die Lagerhaltung ist zudem, dass sich das Zifferblatt für die SBB-Modelle nur in Größe und Farbe unterscheidet.

Willkommen im Reinraum

Auf geht’s in die Montage. Die natürlichen Feinde einer präzise laufenden Uhr sind Staub und Luftfeuchtigkeit. Deshalb wird das Gehäuse der Uhr im Reinraum zusammen gebaut. Im Uhrenfachjargon nennt man diesen Teil der Montage auch T2 (in T3 werden dann die Uhrbänder befestigt).

Das Herzstück des Gehäuse: das Uhrwerk (diese werden von zwei verschiedenen Herstellern aus der Schweiz nach Biberist geliefert). Darauf werden die Uhrzeiger aufgesetzt und dressiert (noch ein Fachausdruck, den ich gelernt habe). Damit wird sicher gestellt, dass sie parallel zueinander laufen und sich nicht touchieren.

Uhrwerk Glas aufsetzen einschalen Mondaine SBB essence I Veggie Love

Damit die Uhr gestellt werden kann, braucht sie unbedingt eine Aufzugswelle sowie eine Krone – auch diese müssen natürlich präzise eingesetzt werden. Was ich ebenfalls lerne: die Umverpackungen dieser kleinen Teile geht an die Hersteller zurück und wird dort rezykliert.

Einschalerin Giovanna Einschalen Mondaine SBB essence Biberist I Veggie Love

Nächster Schritt: das Einschalen. Hier wird zuerst kontrolliert, ob sich Staub oder Schmutz auf der Ziffernblattanzeige befinden. Dann wird das Glas oben auf das Gehäuse gesetzt. Hier erfahre ich: die Einschalerin Giovanna ist schon seit 20 Jahren Teil des Teams. Es ist hier übrigens keine Seltenheit, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lange Jahre im Unternehmen arbeiten.

Einschalen Mondaine SBB essence Biberist I Veggie Love

Damit das Uhrengehäuse der Mondaine SBB essence auch wirklich (bis 30 Meter) wasserdicht ist, braucht es auf der Unterseite natürlich einen Boden. Dieser wird samt einer Dichtung per Presse aufgebracht. Nun ist das Gehäuse komplett und es folgen diverse Schlusskontrollen. Schließlich soll die Uhr auch wirklich allen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Da ist zum einen die visuelle Prüfung, aber auch maschinelle Kontrollen garantieren, dass die Uhr dicht ist und sie bereit für den Alltag mit ihren Trägerinnen und Träger ist.

Die letzten Schritte bis zur fertigen Mondaine SBB essence

Zuletzt werden (in T3) die Uhrenarmbänder an die Gehäuse angebracht. Danach liegen die Uhren für 48 Stunden im „Ruheraum“ – danach erfolgt die letzte Kontrolle ihrer Funktion (ob die  richtig laufen und ganz wichtig: die Uhrzeit korrekt angezeigt wird).

Nun geht die Reise der Mondaine SBB essence erst wirklich los. Von Biberist aus wird sie in alle Welt verschickt – Liebhaberinnen und Liebhaber des Designklassikers sollen schließlich überall in den Genuss der nachhaltigeren Version kommen (in der Schweiz und Deutschland ist sie über den Online Shop erhältlich).

Besser ist besser

Bereits in meinem ersten Artikel über Mondaine und das nachhaltigere Modell SBB essence hatte ich geschrieben, wie sehr ich die Ehrlichkeit und Transparenz des Unternehmens schätze, was die Schritte in Richtung mehr Nachhaltigkeit angehen. Mein Besuch in Biberist und die Führung durch die ganze Fabrik hat diesen Eindruck erneut bestätigt: Mondaine behauptet niemals, schon perfekt zu sein und betont immer wieder, dass sie zukünftig noch viel mehr tun möchten.

Gefallen haben mir auch die zahlreichen Geschichten und Berichte über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schon lange Jahre Teil von Mondaine sind oder am liebsten „ihre“ Station aus der Fertigung mit in den Ruhestand genommen hätten, weil sie so an ihrem Arbeitsschritt hingen (und auch innerhalb der Produktionskette nie irgendwo anders platziert werden wollten).

Mit vielen neuen Eindrücken und Wissen rund um die Herstellung von Uhren machen Nora und ich uns wieder auf den Rückweg nach Zürich. Idyllisch gelegen ist das Mondaine Haus auf jeden Fall, so mein Gedanke beim letzten Blick über die Schulter als wir wieder am Fluss entlang zum Bahnhof laufen. Meine Mondaine SBB essence ist mir auf jeden Fall noch ein Stückchen mehr ans Herz gewachsen.

 

Fotos: Nora Dal Cero für Veggie Love

Kategorie Fashion, Werbung
Autor

Ich bin Franziska und liebe schöne Dinge. Dazu gehören für mich unbedingt Mode sowie Kosmetik und auch gutes Essen in coolen Restaurants. Aber schön soll es nicht nur für mich sein, sondern auch für andere. Nämlich die Umwelt, Tiere und Menschen. Deshalb: vegan, eco und fair.

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