Sustainable Sunday mit Gitti, Hermès, Ooshi, Kora Mikino, Fashion Changers und Wetell

Fair Fashion Berlin Fashion Week I Veggie Love

Seit meiner letzten Ausgabe Sustainable Sunday ist einige Zeit vergangen, passend zum Frühling (der auch immer eine Energie des Neuanfangs mit sich bringt) bin ich nicht nur zurück auf dem Blog (dazu mehr hier), sondern widme mich nun auch wieder regelmäßig(er) diesem News-Format rund um faire Mode und Naturkosmetik.

Gitti Berlin Nagellack Vegan Wasserbasis

Eine neue Marke für veganen Nagellack aus Berlin: Gitti

In helle und freudige Aufregung hat mich Gitti versetzt. Erspäht habe ich diese neue Nagellackmarke in zahlreichen Instagram Stories der Kolleginnen, die vergangene Woche die Indie Beauty Expo besucht haben. Dank dieser Einblicke habe ich einige spannende internationale Labels entdecken können, meine Aufmerksamkeit galt allerdings erst mal Gitti. Das Besondere an dieser Marke aus Berlin: der Lack ist auf Wasserbasis.

Nach einem Jahrzehnt im „Mit-so-ungiftig-wie-möglich-Nagellacken-lackieren-Game“ und ständig Lack auf den eigenen Nägeln würde ich mal behaupten, eine Connaisseuse für „Free of“-Nagellacke zu sein. Auch einige wasserbasierte Lacke sind mir über die Jahre begegnet, wie Acquarella, Scotch Naturals oder Little Ondine (den kann man sogar ohne Nagellackentferner wieder abziehen). Leider kam ich mit denen nie zurecht und meist hat der Lack nicht mal einen ganz normalen Tag am Schreibtisch überstanden. Meine Spannung ist also groß und ich kann es kaum erwarten, die 17 Free Lacke von Gitti selbst zu testen.

Die Lacke gab es zum ersten Mal in Berlin auf der Messe und bei einem Event in Düsseldorf zu kaufen. Der offizielle Verkaufsstart findet allerdings auf der Webseite statt: dort kann man sich auf die Warteliste eintragen und demnächst wird die erste Kollektion bestehend aus drei Rottönen (sind eben Klassiker) sowie einem Unter-und Überlack online verfügbar sein.

Ergänzung vom 26. März: Gestern veröffentliche Anne Grabs eine neue Folge ihres Shift-Podcasts. Zu Gast in Shift #10 ist Jenni Baum, die Gründerin von Gitti. Die Folge ist perfekt für eine längere Kaffeepause oder einen kleinen Spaziergang und das Anhören lohnt sich sehr. Unter anderem spricht Jenni davon, wie wichtig es ist, auf das eigene Bauchgefühl zu hören, warum sie sich ausgerechnet dem Spaßprodukt Nagellack verschrieben hat, was Nagellack mit Gesundheit und Umwelt sowie dem Weißen Haus zu tun hat, welches neue Produkt schon in der Entwicklung steckt und woher der Name Gitti kommt.

Plastikfreie Verpackungen bei Hermès

Die französische Marke Hermès möchte neben Mode, Accessoires und Parfum einen neuen Markt erobern: Hautpflege sowie dekorative Kosmetik. Warum ich das erwähne: diese Produkte sollen plastikfrei verpackt werden. Ich würde mal sagen: ein guter Ansatz und ein gutes Zeichen.

ooshi Periodenunterwaesche aus Berlin

Neues Modell und neue Farbe bei der Periodenunterwäsche Ooshi

Über die erste Periodenunterwäsche aus Deutschland Ooshi hatte ich zu deren Crowdfunding im vergangenen Herbst schon berichtet (dort steht auch, wie so eine Unterwäsche funktioniert und aus welchem Material sie besteht). Inzwischen ist eine Ooshi auch bei mir eingezogen und ist vor allem am ersten Tag meiner Periode eine super Ergänzung zu meinem Menstruationscup. Besonders wenn ich an diesem Tag unterwegs oder auf Reisen bin, scanne ich ständig die Umgebung nach einer Toilette und bin in Sorge, dass etwas überläuft. Meist ist das zwar überhaupt nicht der Fall, aber das Tragen der Ooshi hat mir die (vom Kopf her) bisher zwei entspanntesten ersten Periondentage seit vielen, vielen Jahren beschert und ich möchte sie nicht mehr missen. Die Kollektion hat kürzlich Zuwachs bekommen: ein neues Highwaist-Modell mit Außenstoff aus recycelten Fischernetzen sowie den Slip und Hipster in einer neuen Farbe (beige).

Ausführlichere Infos zum Magic Membrane System (im Schritt der Panty) gibt es auf der Webseite. Anmerkung: es ist eine dünne Schicht mulesingfreie Merinowolle enthalten.

Kora Mikino Periodenunterwaesche aus Berlin

Noch mehr Perioden-Talk: Gemeinsam mit Kora Mikino die Menstruation nachhaltig entabuisieren

Eine weitere Marke, die Periodenunterwäsche herstellt, ist Kora Mikino. Dieses Berliner Label startet ebenfalls mit einem Crowdfunding und ihr habt nur noch wenige Tage Zeit, euch ein Teil aus der ersten Kollektion zu sichern. Die (vegane) Materialzusammensetzung nennt Kora Mikino TreePerformance, da die Panty aus 90 Prozent MicroModal (auf Buchenholzbasis) sowie zehn Prozent Elastan besteht. Die 2-Layer-Technologie (im Schritt) besteht aus 95 Prozent Polyester sowie fünf Prozent Polyamid. Die Vermehrung von geruchsverursachenden Bakterien wird durch bioaktive Silbersalze verhindert. Hier geht es zur Kampagne bei Kickstarter.

Streifenshirts Berlin Fashion Week I Veggie Love

Liebe Fair Fashion, wir müssen reden.

Für die Fashion Changers habe ich mir in zwei Artikeln von der Seele geschrieben, was ich schon immer mal zur fairen Mode sagen wollte. In meinem ersten Artikel geht es um Support und faire Bezahlung und in meinem zweiten Text über Körperformen und Inklusion. Für das Online-Magazin der Fashion Changers schreibe ich nun einmal im Monat und freue mich sehr, Teil des feinen Redaktionsteams zu sein.

Wetell Mobilfunk Nachhaltig Freiburg

Nachhaltiger Mobilfunk von WEtell

Fast alle von uns nutzen es jeden Tag: Mobilfunk. WEtell ist ein neuer Mobilfunkanbieter, der großen Wert auf Nachhaltigkeit, Datenschutz, Fairness und Transparenz legt und damit
neue Standards in dem Markt setzt.

Der Gedanke dahinter: nachhaltiges Banking, Ökostrom und faire Smarthphones gibt es schon. 100 Prozent nachhaltige Mobilfunktarife dagegen nicht.

100% grün: WEtell  baut Solaranlagen in Deutschland und erzeugt so mehr Ökostrom als die Nutzung der Mobilfunkinfrastruktur eigentlich benötigt. Diese macht nämlich insgesamt mehr aus, als die komplette Herstellung und das tägliche Laden Deines Smartphones zusammen.

Sichere Daten: Wo man mit wem, wie lange telefoniert, geht ausschließlich einen selbst etwas an. Es erfolgt keine Weitergabe der Daten an Dritte, keine Werbung, keine Cookies und WEtell löscht die Verbindungsdaten so schnell es geht.

Fair und transparent auf allen Ebenen: WEtell bietet einfach verständliche Mobilfunktarife, ohne versteckte Kosten und echten Service von Mensch zu Mensch. Sie pflegen einen ethischen Umgang mit Geld und lassen WEtell nach den Richtlinien der Gemeinwohl-Ökonomie zertifizieren.

Seit Mitte Februar läuft die Crowdfunding-Kampagne des Mobilfunkanbieters aus Freiburg, das erste Fundingziel von 100.000 Euro wurde bereits erreicht. Um bis zum 31. März das zweite Fundingziel von 200.000 Euro zu treffen, fehlen noch etwas über 50.000 Euro. Hier geht es zur Kampagne bei Startnext.

Vielleicht erinnert sich die andere oder der andere von euch noch daran, dass ich bereits über den Mobilfunkanbieter mit Sinn goood geschrieben hatte. Mein erste Frage an WEtell war deshalb, worin sich WEtell von goood* unterscheidet. Hier ist die Antwort, die ich von Alma Spribille, eine der drei Gründer*innen von WEtell, bekommen habe. Mit goood ist WEtell übrigens bereits im Gespräch.

„Der große Unterschied ist, dass wir die Kerndienstleistung des Mobilfunks selbst anfassen und in drei Punkten nachhaltiger gestalten wollen.

WEtell will einen Wandel im Mobilfunk, dafür werden wir ein sogenannter Virtual Service Provider (VSP) im D1-Netz. Wir quantifizieren alle CO2-Emissionen, die durch unsere Nutzer über ihre Nutzung der Mobilfunkinfrastruktur verursacht werden (und wurden beim Aufbau der Funkmasten etc.), lassen diese unabhängig bestätigen und  gleichen diese aus indem wir in Zusammenarbeit mit den Elektrizitätswerken Schönau (EWS) Solaranlagen in Deutschland bauen, die mehr Ökostrom ins Netz einspeisen als unsere Nutzer verbrauchen. Da bei der Mobilfunknutzung der Großteil der verbrauchten Ressourcen durch die Nutzung der Infrastruktur verursacht wird ist es für das Klima sehr wichtig, mit was für einem Anbieter und nicht nur mit was für einem Handy man telefoniert und surft.

Selbstverständlich betreiben wir WEtell selbst mit Ökostrom und möglichst nachhaltiger Büroausstattung. Außerdem überzeugen wir unsere Kooperationspartner ebenfalls zu Ökostrom zu wechseln und haben so eine Strahlwirkung über das eigene Unternehmen hinaus.

Neben Nachhaltigkeit, legen wir auch sehr großen Wert auf Datenschutz. Indem wir als VSP auftreten, können wir die persönlichen Daten unserer Nutzer von der Mobilfunknummer soweit trennen, dass zum Beispiel in unserem Fall der Netzbetreiber die persönlichen Daten wie Namen, Alter, Adresse und so weiter gar nicht haben. Wir nutzen die Kunden und Verbrauchsdaten auf keinen Fall zu werblichen Zwecken oder zur werblichen Weitergabe an Dritte. Alle Daten auf der SIM-Karte des Kunden sind für uns nicht zugänglich. Alle Personaldaten unserer Kunden liegen nur auf deutschen Servern. Verkehrs- und Nutzungsdaten werden bei uns zum Ende des auf das Datum des Abrechnungsversands folgenden Monats gelöscht (also so schnell wie möglich, wir hoffen das in Zukunft noch schneller zu schaffen). Kunden können beauftragen, dass die angerufenen Rufnummern teilanonymisiert oder gar nicht nach Rechnungserstellung gespeichert werden. Im letzteren Fall kann kein Einzelverbindungsnachweis erstellt werden.

Zu guter Letzt lassen wir uns im Sinne der Gemeinwohl-Ökonomie zertifizieren und sind auch bereits im Prozess, da wir ein insgesamt nachhaltiges Wirtschaften wollen. Dazu gehört, dass wir unsere Geschäftskunden bei einer ethischen Bank wie beispielsweise GLS haben, unsere Mitarbeiter fair behandeln, und vieles mehr.“

*goood ist ein Branded Reseller, der Drillisch Produkte (das ist ein Unternehmen für Mobilfunk-Lösungen) vertreibt und diese mit einer Spendenplattform verbindet.

 

Fotos: Titelbild sowie Bild mit Ringeshirt von Nora Dal Cero für Veggie Love // Bild mit Nagellack von Gitti // Bild mit Periodenunterwäsche von Ooshi // Bild mit Periodenunterwäsche von Kora Mikino von Nicole Franke // Bild mit SIM-Karten von WEtell

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