Sustainable Sunday: Fair Fashion News

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Guten Morgen und einen schönen Sonntag! Steht der Kaffee oder Tee bereit? Dann kann es mit einer neuen Ausgabe des Sustainable Sunday los gehen: ein neuer Shop hat soeben seine Türen geöffnet, ein Label lässt die eigenen Restposten künstlerisch veredeln und verwandelt sie in limitierte Kollektionen, eine skandinavische Fashion Week leistet Pionierarbeit, ein neuer veganer Stern leuchtet am Sneaker-Himmel und ein Traditionskaufhaus macht gemeinsame Sache mit einer vegetarischen Modepionierin.

Mehr faire und vegane Mode: LOVECO No. 3

She did it again: Christina Wille hat gerade einen neuen Laden eröffnet und LOVECO ist nun auch in Schöneberg zu finden. Neben LOVECO in Friedrichshain und Kreuzberg gibt es nun einen dritten Store in der Eisenacher Strasse 36/37. Die offizielle Eröffnungsfeier findet am 15. September statt, einen Besuch könnt ihr dem Laden ab sofort abstatten. Alles Wissenswerte über die Neueröffnung sowie einen Blick hinter die Kulissen gibt es auf dem Blog von LOVECO.

Funktion Schnitt: Recycling der eigenen Restware

„Reduce – reuse – recycle: Wiederverwertung ist in. Das ist nicht nur Marketing, es ist die Zukunft.“ Funktion Schnitt hat eine neue Kollektion vorgestellt, für die das Kölner Label seine eigenen Restposten und Überbestände wiederverwertet und in Zusammenarbeit mit Designerinnen und Designern in eine limitierte Kollektion verwandelt. Die erste Kollektion hat die Künstlerin Marieangela entworfen, ein Interview mit ihr gibt es im Blog von Funktion Schnitt zu lesen und „Re:cycled: The Overstock Collection“ kann man im Online Shop kaufen.

Wardrobe Crisis: Brauchen wir nachhaltige Modewochen?

Der Podcast Wardrobe Crisis der australischen Journalistin und Autorin Clare Press gehört jede Woche zu meinem Pflichtprogramm. Das Interview mit Evelyn Mora, der Gründerin der Helsinki Fashion Week, in der Folge 52 ist äußerst hörenswert und wirft einen spannenden Blick auf die Modewoche in Finnland, bei der alles so selbstverständlich nachhaltig ist, dass „sustainable“ nicht mal im Namen auftaucht. Die Fotografin und Veranstalterin Mora geht allerdings noch einen Schritt weiter: in Zukunft wird kein Leder mehr auf der Helsinki Fashion Week zu sehen sein (und das Wort „vegan“ wird dabei sicherlich auch nicht auftauchen). Das gab es bisher noch nie und macht die Modewoche in Helsinki weltweit zu einer Vorreiterin. Die nächste Ausgabe findet im Juli 2019 statt und ist garantiert einen Besuch wert.

Yatay: vegane und umweltfreundliche Sneakers mit prominenten Fans

Mit einem schlichten Paar Sneakers kann man mich begeistern, denn zeitlos und minimalistisch ist immer chic. Zwei Jahre lang hat Yatay an der Entwicklung ihrer veganen Schuhe gearbeitet, derzeit sind zwei verschiedene (unisex) Modelle der Schuhe (in verschiedenen Farben) zu haben: Neven Low und Neven High. Hergestellt werden die Yatay Sneakers in Italien und aus nachhaltigerem Material wie Biobaumwolle, Mikrofaser aus recyceltem Polyester, wasser- und bio-basiertem Kunststoff, Kleber auf Wasserbasis und Industrieabfall. Die Schnürsenkel bestehen aus italienischem Hanf und die Sohle ist innerhalb biologisch abbaubar (und dabei hält sie zehn Jahre langem Gehvergnügen stand). Die Schuhe können mit oder ohne Umverpackung (die aus recycelten Wasserflaschen besteht) bestellt werden und für jeden Kauf pflanzt Yatay einen Baum. Prominente Fans haben die Sneakers auch schon gefunden: die italienische Journalistin und Modeikone Anna Dello Russo trug quasi den ganzen Sommer ihre flachen weißen Turnschuhe und die Füße von Benedict Cumberbatch zieren sie in einem „Actors on Actors“ Interview mit Claire Foy.

Galeries Lafayette x Stella McCartney: Go for Good

Von 6. September bis 12. Oktober dreht sich im 3. Stock in den Galeries Lafayette in Paris alles um besseren Konsum. „Go for Good“ nennt sich die Initiative des französischen Traditionskaufhauses und der vegetarischen Modepionierin. Zu kaufen (und sehen) gibt es auf der Ausstellungsfläche nur Labels, die Wert auf nachhaltiges Material legen, fair (oder lokal) produzieren, transparent sind oder sich sozial engagieren. Auch nicht ganz unwichtig: die Ästhetik der Stücke. Galeries Lafayette betonte, dass nicht alle Labels alles perfekt machen und es vielmehr darum geht, diejenigen hervorzuheben, die es besser machen. Stella McCartney entwarf eigens für diesen Zweck eine Capsule Collection und steuerte zudem ein „Sanctuary of Stillness“ bei. Das ist ein Raum und zugleich Ausstellung, in der die Besucher*innen meditieren und Ruhe erleben können. Auch über Go for Good hinaus unternimmt Galeries Lafayette Schritte in Richtung Nachhaltigkeit: so gibt es Bemühungen, Müll zu reduzieren, Equal Pay sowie ein eigenen Reparaturservice für Bekleidung einzurichten. (Nachtrag: In Berlin in den Galeries Lafayette findet im gleichen Zeitraum ebenfalls Go For Good statt.)

 

Fotos: LOVECO, Funktion Schnitt, Clare Press, Yatay, Galeries Lafayette

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