Wasser – A Lovestory

Wasserglas

Wann immer ich meinen Wasserhahn aufdrehe, kommt Leitungswasser raus. Ich könnte stundenlang duschen, danach baden, endlos viele Waschmaschinenladungen waschen, Geschirr abspülen, meinen imaginären Garten gießen und danach noch mein Fahrrad waschen. Wie selbstverständlich das eigentlich ist − also die Aufdrehen-und-sauberes-Wasser-kommt-raus-Sache − ist mir erst kürzlich wieder aufgefallen: Handwerker haben einen ganzen Tag das Wasser in meinem Wohnhaus abgedreht. Ich habe unzählige Male reflexartig den Hahn in der Küche oder im Bad aufgedreht − jedes Mal natürlich erfolglos.

Ich liebe Wasser. Aufgewachsen bin ich am Bodensee − mit jeder Menge Wasser um mich rum. In anderen wasserreichen Städten wie Hamburg und Lugano habe ich ebenfalls gewohnt und das sehr geschätzt. Am Wasser zu sein ist für mich die ultimative Meditation und Erholung. Am liebsten trinke ich lauwarmes Leitungswasser. Erstaunlich lecker. Laut der ayurvedischen Medizin ist warmes oder heißes Wasser sehr gut für die Entgiftung. Eine Ärztin hat mir darüber hinaus eine simplen Trick verraten: warmes Wasser trinken, weniger frieren.

Zu rund 70% besteht der menschliche Körper aus Wasser. Unser Gehirn sogar zu 90%. Um körperlich und geistig leistungsfähig zu sein, soll jeder Mensch genug trinken − am besten reines, stilles Quellwasser.

Wasser ist wichtig. Nicht nur für mich, sondern für uns alle. Wasser ist unser Lebenselixier. Wasser ist Luxus. Deshalb ist es eine Tragödie, dass weltweit eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Laut Viva con Agua ist diese Trinkwasserknappheit eines der größten sozialen Probleme des 21. Jahrhunderts. Umso wichtiger ist, dass wir mit dieser Ressource sorgsam und sparsam umgehen.

Unserem tatsächlichen Wasserverbrauch von täglich 125 Litern steht das virtuelle Wasser gegenüber, das für die Produktion von Lebensmitteln, Bekleidung und anderen Alltagsgegenständen verwendet wird. Bis ein Steak auf dem Teller landet, wurden bereits für den Anbau und die Bewässerung von Futtermitteln sowie dem Trinkwasser für das Tier 4.000 Liter Wasser verbraucht − bei einem Kilo Steak sind wir schon bei einer Wassermenge von 16.000 Liter. Bei Baumwolle, dem so genannten weißen Gold, sieht der Wasserverbrauch auch nicht viel besser aus: bis zu 29.000 Liter Wasser werden für ein Kilo konventionelle Baumwolle benötigt. Bei Biobaumwolle fällt dagegen die Wassermenge weg, die zum Auswaschen Pestiziden und Dünger notwendig ist. Die Wassermenge für die Produktion eines Kilo Biobaumwolle liegt deshalb bei rund 7.000 Liter.

Je nach Lebensstil und Konsumverhalten fällt unser Wasser(fuß)abdruck  niedriger oder höher aus. Je weniger Fleisch und tierische Produkte wir konsumieren, desto niedriger der Wasser-Abdruck und auch die CO2-Bilanz.

Hier nun also meine Tipps, wie jeder im Alltag ganz leicht seinen Wasserverbrauch reduzieren kann, damit unser Wasser noch lange sauber & genießbar bleibt:

  • Die Dusche am Morgen kurz halten
  • Lieber die Dusche nutzen statt ein Bad zu nehmen
  • Den Wasserhahn zudrehen, wenn man kein Wasser braucht: beim Zähneputzen, beim Einseifen in der Dusche…
  • Geschirr nicht unter dem laufendem Hahn abspülen. Wenn vorhanden, ist die Spülmaschine wassersparender
  • Die Waschmaschine nur laufen lassen, wenn sie voll ist − das gilt selbstverständlich auch für die Spülmaschine
  • Einen tropfenden Wasserhahn mit einem neuen Dichtungsring versehen
  • Cameron Diaz geht sogar noch ein bisschen weiter − auch der Einbau eines WC-Wasser-Stopp ist eine gute Lösung
  • Bio– statt konventionelle Produkte kaufen − schont Böden und somit das Grundwasser

Am 15. Oktober findet jedes Jahr der Blog Action Day statt. Weltweit schreiben an diesem Tag Blogger zum gleichen Thema: dieses Jahr geht es um Wasser. So wird dem Thema eine große Bühne bereitet und regt hoffentlich eine breite Öffentlichkeit zum Nachdenken & Handeln an. Ich freue mich, dieses Jahr zum ersten Mal dabei zu sein und ich befinde mich in sehr guter Gesellschaft: in 134 Ländern wird heute auf über 4.600 Blogs über Wasser geschrieben.

Kategorie Food
Autor

Ich bin Franziska und liebe schöne Dinge. Dazu gehören für mich unbedingt Mode sowie Kosmetik und auch gutes Essen in coolen Restaurants. Aber schön soll es nicht nur für mich sein, sondern auch für andere. Nämlich die Umwelt, Tiere und Menschen. Deshalb: vegan, eco und fair.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *